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Hochwassereinsatz im Stadtgebiet von Alfeld - Nachtrag zu Einsatz 7/2017

 

Nachdem der Hochwassereinsatz beendet werden konnte, die Klamotten wieder sauber und vor allem trocken sind, wollen auch wir euch noch einige Eindrücke aus unserem Einsatzgebiet zukommen lassen.

Wir trafen am Mittwoch gegen 16:30 mit dem 3. und 4. Zug der Kreisfeuerwehrbereitschaft Süd des Landkreises Nienburg am Bereitstellungsplatz in Alfeld/Leine ein. Dort angekommen wurden wir zunächst vom Versorgungszug der Kreisfeuerwehr verpflegt - zum Mittagessen war vorher auf Grund der Alarmierung und dem danach sehr schnellen abrücken aus Leese keine Zeit mehr.

Direkt im Anschluss wurden wir ins Stadtgebiet Alfeld geschickt. Dort lösten wir die bereits seit Dienstag eingesetzten Züge der Bereitschaft Nord ab. Die Aufgabe unseres 4. Zuges war nun, die Sandsackwälle, die das Wasser durch die Straßen Alfelds mehr oder weniger kontrolliert in ein darunter liegendes Industriegebiet abfließen lassen sollten, zu überwachen und instand zu halten. Hier mussten immer wieder einige Sandsäcke gestapelt werden, um das Volllaufen der an der Straße liegenden Häuser - darunter ein Altenheim - zu verhindern. Nach rund 15 Stunden Einsatz kehrten wir am Donnerstag gegen 09:30 Uhr in den Bereitstellungsraum zurück. Hier konnten wir Frühstücken und uns kurz erholen, denn bereits um 13 Uhr war der nächste Einsatz geplant.

 

Dieser führte uns an die gleiche Einsatzstelle wie vorher. Zwar hatte sich die Lage zwischenzeitlich entspannt, allerdings wurden Flussaufwärts durch das Beseitigen von Unrat aus großen Ablaufrohren immer wieder kleinere Flutwellen ausgelöst. Diese machten den erneuten Einsatz von Sandsäcken nötig, um bereits leer gepumpte Häuser nicht ein zweites Mal volllaufen zu lassen. Des Weiteren unterstützen wir einen Zug der Kreisfeuerwehrbereitschaft Schaumburg bei Pumparbeiten, die zur Entlastung einer Brücke durchgeführt wurden. Der Einsatz für unseren Zug an diesem Donnerstag zog sich bis gegen 22.30 Uhr hin.

 

Nachdem sich die Lage weiterhin entspannt hatte konnte die komplette Kreisbereitschaft am Freitag vormittag den Rückmarsch in den Landkreis Nienburg antreten. Gegen 13 Uhr, also 48 Stunden nach der Abfahrt, endete dieser Einsatz für uns. In diesen 48 Stunden sammelten wir viele verschiedene Eindrücke. An die beeindruckenden Wassermassen und den dadurch angerichteten Schaden werden wir uns noch einige Zeit erinnern. Wir sind stolz und dankbar, dass wir dennoch wenigstens etwas helfen konnten. Besonders beeindruckt hat uns die Dankbarkeit und Hilfsbereitschaft der Alfelder Bevölkerung. So wurden wir beispielsweise Mitten in der Nacht von einem Pizzabäcker mit warmen Pizzen versorgt, das Altenheim stellte uns durchgehend Getränke zur Verfügung. Aber auch die zahlreichen "Danke" vieler Menschen erweckten in uns das schöne Gefühl, etwas Gutes getan zu haben.

Text: Jan Habermann, Feuerwehr-Pressesprecher der SG Mittelweser
Fotos: FF Leeseringen

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letzte Aktualisierung 18.09.2017   Webmaster Impressum