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Feuerwehrmusikzug Estorf / Leeseringen

Man schreibt das Jahr 1928, genauer gesagt den 11. November 1928, als mutige Kameraden der damaligen Freiwilligen Feuerwehr in Estorf und Leesesingen sich zusammensetzten, um eine Musikkapelle zu gründen.

Dies bedeutet keinen leichten Schritt, denn einige Schwierigkeiten galt es zu überwinden. Zunächst einmal musste innerhalb der Feuerwehr ein Beschluss gefasst werden. Im Gründungsprotokoll steht denn zu lesen: „Besprechung über die Anschaffung einer Musikkapelle. Für die Anschaffung einer Musikkapelle stimmten 54 Mann, dagegen waren 18 Stimmen.“

Als nächstes mussten Instrumente und Noten angeschafft werden, wofür große finanzielle Opfer gebracht werden mussten. Elf Feuerwehrmitglieder meldeten sich zum Spielen der Instrumenten und mussten sich verpflichten, immer zu den Übungen zu erscheinen. Diese elf Musiker waren: Fritz Bergmann, Ernst Böhl, Willi Brunschier, Ernst Henking, Fritz Kählkem Fritz Kirchhoff, Konrad Müller, Ernst Reinking, August Runge, Dietrich Wieche, und Otto Wigger. Letzterer übernahm es dann, zusammen mit einem Sachverständigen über den Kauf der Instrumente zu beraten. Die Musiker sollten eine Gruppe für sich sein, jedoch dem Kommando der Wehr unterstehen. Für den fehlenden Betrag zur Beschaffung aller Dinge sollte 1929 mehr Monatsgeld erhoben werden – vierteljährlich eine Reichsmark – was einstimmig angenommen wurde.

Nachdem die Instrumente kurzfristig von der Firma Fischer aus Bremen geliefert worden waren, konnte der erste Übungsabend stattfinden.

Als Lehrmeister engagierte man Fritz Wente, den Vater des späteren Ehrenkreisbrandmeisters Kurt Wente, der den Gründern – zu denen sich Heinrich Pöttker, August Gliesmann und Heinrich Winkelmann gesellten – die ersten Schritte der Musik auf seiner Geige demonstrierte.

Nach erstaunlich kurzer Zeit hatte er sie soweit, dass der Erfolg schon hörbar wurde. Das Interesse stieg mehr und mehr und angespornt durch das Schlagwort Wentes „Da kommt noch ganz was anderes raus“ waren die Anfangsschwierigkeiten bald überwunden. Fritz Wente leitete den Musikzug 1928 und 1929, anschließend 1929 und 1930 hieß der Leiter Karl Kastenschmidt, eher ihn 1930 mit Otto Wigge einer der Gründer übernahm.

In den wechselvollen und abwechslungsreichen Jahren wurde zu den unterschiedlichsten Anlässen aufgespielt, die Versammlungen verliefen nun mit Musik etwas lebhafter. Nur während der Kriegsjahre wurde pausiert. Danach war aller Anfang wieder schwer, aber diese Zeit wurde dank der Feuerwehrleute, die immer wieder zusammen fanden überwunden.

Eine gewisse personelle Krise gab es jedoch Ende der 50er / Anfang der 60er Jahre, als die Zahl der Musiker zwischenzeitlich einmal auf sechs gesunken war. Ein Appell an die Jugendlichen im Ort hatte zunächst Erfolg, denn es meldeten sich elf Interessenten, die vom Berufsmusiker Willi Kählke ausgebildet werden sollten. Allerdings war ihr musikalisches Interesse nach vier bis sechs Wochen wie weggeblasen.

1963 gab Otto Wigger dann die Leitung des Musikzuges in die jüngeren Hände von Ernst-August Schlömer. Nach und nach fanden sich nun in den folgenden Jahren einige Musikbegeisterte, die mehr Standvermögen hatten, so dass die Flaute überwunden werden konnte und man zum 50-jährigen Jubiläum des Musikzuges im Jahr 1978 die stattliche Zahl von 22 Musikern aufzuweisen hatte.

Fördernd hatte sich gewiss auch der neue und zeitgemäße Übungsraum für den Musikzug ausgewirkt, der 1973 im neu errichteten Feuerwehrgerätehaus zur Verfügung gestellt werden konnte. Noch etwa 20 Jahre zuvor hatte man in der Tischlerwerkstatt des damaligen Leiters Otto Wigger zwischen Hobelspänen und Schneidwerkzeug geübt.

1986 tauchten erstmals weibliche Interessenten im Musikzug auf. Fünf junge Frauen wurden vom Berufsmusiker Walter Helfers mit der Klarinette vertraut gemacht und ausgebildet.

Zwei Jahre später, 1988 spielten dann 29 Musiker im Musikzug und da weitere Aktive hinzukamen, konnte Ernst-August Schlömer im Jahr 1998 den Musikzug mit 37 Musiker an Heinz Langner übergeben.

In dieser Zeit der „Hochkonjunktur“ im Musikzug entstand auch im Jahr 1994 eine Tonaufnahme mit beliebten volkstümlichen Weisen, womit sich der Musikzug auf einer CD verewigt hat.

Da einige Musiker inzwischen verstorben oder aus Altersgründen ausgeschieden sind, die jungen Frauen von 1986 verheiratet haben oder verzogen sind, konnte der Mitgliederstand von 1998 nicht gehalten werden. Als Dieter Goretzka 2001 die Leitung des Musikzuges übernahm, musizierten noch 25 Musiker im Orchester.

Der Feuerwehrmusikzug spielte zu den unterschiedlichsten Gelegenheiten in der Gemeinde Estorf (Schützenfeste, Ständchen zu festlichen Anlässen) und im Landkreis Nienburg (Pellkartoffelessen, Schützen- und Erntefeste sowie zu Vereinsjubiläen).

„Wie sicherlich alle anderen Musikzüge auch, würden wir uns über jeden neuen Zuwachs freuen. Wir sind bereit jungen Menschen ein wunderbares Hobby beizubringen: die Musik“, schreibt Heike Kregel-Voigts abschließend.

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Die Musikzugführer im Überblick

  von - bis
Fritz Wente 1928 - 1929
Otto Wiggers 1930 - 1963
Ernst-August Schlömer 1963 - 1998
Heinz Langner 1998 - 2001
Dieter Goretzka 2001 - heute

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Repertoire

Zum Repertoire des Musikzuges gehören Volksmusik, z.B. aus dem Böhmerwald, deftige Märsche, seidenweiche Walzer, Gospel-Arrangements und beschwingte moderne Vortragsstücke

Auftritt des Musikzuges beim Gottesdienst zum Scheunenfest 2015

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Berichte aus 2013

Musikzug Datum: 27.01.14
Feuerwehrmusikzug zeichnet langjährige Musiker aus. In vorweihnachtlicher, harmonischer Atmosphäre nutzte der Feuerwehrmusikzug Estorf – Leeseringen seinen letzten Übungsabend 2013 im Dorfgemeinschaftshaus Leeseringen, um verdiente Musiker für ihre langjährige Treue auszuzeichnen. weiter...

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Aktuelles

Musikzug Datum: 22.02.14
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letzte Aktualisierung 19.07.2017   Webmaster Impressum